Törnbericht Törn A7 Spitzbergen – Husavik
Skipper: Achim Dunker
1 WO: Andreas Steinborn
2 WO: Christoph Flecken, Andreas Roloff

Crew: Helga Bentin, Birgit Skov, Dieter Oertel, Benno Zabel, Uwe Fischer, Uli Weih, Majda Roloff

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Die Anreise nach Spitzbergen erfolgte über Oslo. Fast alle Teilnehmer trafen sich am Osloer Flughafen, um zusammen mit dem Bus zum Hotel zu fahren, da wir bis zum Weiterflug über Tromsö nach Longyearbyen noch einen Tag Zeit hatten.

Bereits am Flughafen erreichte uns ein Anruf von Andreas Neumann über den Ausfall des Generators. Das bedeutete, kurzes Einchecken im Hotel und dann mit dem Taxi durch Oslo, um noch eine Generator aufzutreiben. Leider kamen wir bei dem Laden, wo wir einen hätten erwerben können, eine halbe Stunde nach Ladenschluss an.

Das hielt uns aber nicht ab, bei strahlendem Sonnenschein ein Picknick mitten in Oslo zu veranstalten.

Nach kurzer, heller Nacht ging es am Sonntagmorgen, mit kurzer Zwischenlandung in Tromsö, nach Spitzbergen weiter.

Hier empfing uns ein kühler (11°) verregneter Tag. Nach kurzer Fahrt zum Hafen übernahmen wir die Anita von Andreas Neumann und Timm Garde, die uns noch ein Geschäft nennen konnten, wo wir einen Generator bekamen.

Nach einem "Stadt" - Bummel und einen gepflegten Essen an Bord ging der erste Tag auf Spitzbergen zu Ende.

Am Montag, den 17.07. wurden alle Einkäufe und Kontrollen erledigt. Am folgenden Dienstag wurden die Lebensmittel und Getränke angeliefert, mussten allerdings mit dem Beiboot transportiert werden, da Anita vor Anker lag.

Nach einer ausgiebigen Einweisung und einer letzten Dusche an Land hieß es am 18.07. abends Anker auf Richtung Island. Die Sonne schien die ganze Nacht, so dass man mit herrlichem Ausblick den Advendsfjord und den Isfjord Richtung offener See durchfahren konnte.

Nach zwei Tagen wurden wir durch stürmischen Wind aus West gezwungen, nach Süden abzulaufen, was uns bis 100 sm vor die Bäreninsel brachte. Erst nachdem der Wind abflaute konnten wir einigermaßen Kurs auf Jan Mayen nehmen, wo wir einen Zwischenstopp einlegen wollten.

Da jedoch der Wind in den folgenden Tagen regelmäßig Pause machte (die längste dauerte 25 Stunden) und zudem häufig nicht aus der richtigen Richtung kam, mussten wir leider rund 60 sm vor Jan Mayen die Entscheidung treffen, dieses Ziel aufzugeben, um rechtzeitig zur Übergabe auf Island anzukommen.

              

Dort kamen wir nach 12 Tagen und 1.173 gesegelten Seemeilen am 30.07.2006 morgens um 09:00 Uhr an. Mit Hilfe des Beibootes machten wir im Hafen von Husavik im Norden Islands fest.

Nach einem erholsamen Tag mit Aufenthalt im Schwimmbad erkundeten wir die Umgebung und lernten unter anderen Arved Fuchs mit seiner Crew kennen. Dann hieß es langsam packen.

              

Durch die niedrigen Temperaturen (zwischen 03° und 11°) und die hohe Luftfeuchtigkeit war der Törn über die Zeit gesehen anstrengend, aber auch ein Erlebnis. Die Crew hat gut harmoniert, das Essen war ausgezeichnet (Danke Benno). Wir haben häufig Wale gesehen, einmal sogar näher am Schiff, als uns eigentlich lieb war.

Schäden sind keine entstanden, so dass wir Anita am 02.08. in gutem Zustand an Karl-Ludwig Sattler und seine Crew übergeben konnten.

Wir hatten danach noch Zeit, uns Island ein wenig anzuschauen.

                         

Andreas Steinborn, im August 2006